{"id":14850,"date":"2023-11-11T12:39:20","date_gmt":"2023-11-11T11:39:20","guid":{"rendered":"https:\/\/storie.de\/?page_id=14060"},"modified":"2026-03-12T16:13:45","modified_gmt":"2026-03-12T15:13:45","slug":"die-perfektion-des-unperfekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/thema\/die-perfektion-des-unperfekten\/","title":{"rendered":"Die Perfekion des Unperfekten!"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"border-radius:20px;margin-top:0;margin-bottom:0;padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0\">\n<p>Kapitel 1<br><strong>Das Schlummernde<\/strong><br>Ganz genau, kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Aber ich wei\u00df das mich schon als Kind Menschen im Rollstuhl unglaublich fasziniert haben und das ich einfach gar nicht wegschauen konnte und wollte! Ich glaube es ist ein Geschenk des Universums, was ich einfach mitgebracht habe, es gab daf\u00fcr nicht den Ausl\u00f6ser oder den Grund! So k\u00f6nnte man es sagen, eine unglaubliche Faszination f\u00fcr Menschen mit Special Effekts. Ich habe dem, lange Zeit nicht so die gro\u00dfe Beachtung geschenkt, ich lebte ja in Hintertupfingen\u2026 Der einzige Rollifahrer der erreichbar war, war schwul und mein bester Kumpel, ich genoss es sehr Zeit mit ihm zu verbringen und wir waren ein gutes Team, aber mehr war da nicht zu wollen! Internet hatte ich keins, wo h\u00e4tte ich also M\u00e4nner finden sollen?<br>Irgendwann begann ich immer den gleichen Traum zu tr\u00e4umen, ich heiratet im Traum einen Rollstuhlfahrer auf einem Steg\u2026 Er sah tats\u00e4chlich immer gleich aus und ich tr\u00e4umte den Traum so lange, bis ich mich wieder auf die Suche begab\u2026 Auf die Suche nach dem was da in mir schlummerte\u2026 Auf die Suche nach Kontakt! Ich musste also unbedingt rausfinden, ob das \u00fcberhaupt wahr ist, was w\u00e4re denn gewesen, wenn ich in Wirklichkeit, also dann, wenn ich Angesicht zu Angesicht zu einem echten Rollifahrer stehe, pl\u00f6tzlich anders f\u00fchlen w\u00fcrde? Oder sich das ver\u00e4ndern w\u00fcrde? Mein Abenteuer und die Suche nach meinem Mr. Right beginnt!<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 2<br><strong>Mein Kumpel und ich<\/strong><br>Ihm geb\u00fchrt ein extra Kapitel hier auf diesen Seiten, er war es schlie\u00dflich der mich geduldig ertrug und mich die ersten Erfahrungen mit M\u00e4nnern im Rollstuhl sammeln lies. Ich kann mich erinnern, dass mir wirklich sehr viel zusammen unternommen haben, ich ihn die steilsten Berge hinaufschob und das alles mit einer relativen Leichtigkeit! F\u00fcr mich war er gut so wie er war, er geh\u00f6rte so\u2026<br>Einmal wollten wir schnell zur Bushaltestelle, um zu schauen, wann der n\u00e4chste Bus f\u00e4hrt f\u00fcr seine Mutter, gesagt getan schnell los\u2026. Der Teer hatte Schlagl\u00f6cher etwas, wor\u00fcber man sich im Normalfall keine Gedanken macht! Wir waren am Quasseln, kein Mensch hat die L\u00f6cher gesehen, Ich konnte gar nicht so schnell schauen es hat vielleicht 5 Sekunden gedauert der Rollstuhl kippte und er lag vor mir auf der Stra\u00dfe! \u201eSchei\u00dfe und jetzt?\u201c Wir sahen uns beide mit 3 Fragezeichen im Gesicht an\u2026 Aber dann kam der Retter in der Not mit einem Auto angefahren parkte auf der Stra\u00dfe im 45 Grad Winkel sprang aus dem Auto hob, ohne zu z\u00f6gern, meinen Fahrgast wieder auf, stieg in sein Auto und fuhr davon\u2026 Er hat kein Wort gesagt nicht zu mir nicht zu ihm wir sahen uns nur schockiert an und er meinte: \u201e\u00c4h was war denn das jetzt?\u201c Egal er hat geholfen\u2026 Aber dennoch h\u00e4tte er warten k\u00f6nnen, bis wir wenigstens Danke sagen h\u00e4tten k\u00f6nnen\u2026<br>Wir hatten eine wundersch\u00f6ne Zeit konnten \u00fcber alles reden, er war schwul und ich kein Mann, das war der einzige Hacken! Ich habe ihn, wenn wir unterwegs waren, sicher auf jedes WC gekarrt und er mich daf\u00fcr nach Hause, es war eine geile Zeit, von der jeder von uns beiden profitierte\u2026 Sch\u00f6n wars, DANKE!<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 3<br>\ud835\uddd4\ud835\uddf0\ud835\uddf5 \ud835\ude04\ud835\uddf6\ud835\uddf2 \ud835\uddf4\ud835\ude02\ud835\ude01 \ud835\uddd7\ud835\uddd4\ud835\udde6 \ud835\udde1\ud835\udddc\ud835\uddd8\ud835\udde0\ud835\uddd4\ud835\udde1\ud835\uddd7 \ud835\uddea\ud835\uddd8\ud835\udddc\ud835\udde6\ud835\udde6!<br>Ich kann mich nicht genau mehr erinnern welches Jahr es war, wir reden aber von den fr\u00fchen 2000er. SMSen kostete noch richtig viel Geld und mein Vater hat das Internet verteufelt, jedenfalls war das nichts, was in sein Haus kam\u2026 Man suche also nun mit einem Handy, ihr wisst schon die Telefonzellen, die man damals mit sich rumschleppte, einen Mr. Right im Rollstuhl mitten im Nirgendwo in einem kleinen D\u00f6rflein!<\/p>\n\n\n\n<p>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab aber immerhin den RTL SMS Chat, der erste war eine Niete, der zweite hat mich gestalkt, dass ging tats\u00e4chlich auch \u00fcber mehrere Jahre und war teilweise schon richtig krank\u2026 Der dritte, war irgendwann mein erstes Date, dazu komm ich in einem eigenen Kapitel! Zwischenzeitlich hatte ich meine Ausbildung angefangen als Gesundheits- und Krankenpflegerin, bin klassisch ins dazugeh\u00f6rige Wohnheim gezogen, aber f\u00fcr Internet hatte ich immernoch kein Geld! Irgendwann mussten wir dann mal ein Referat \u00fcber \u201eBehinderung und Arbeitsmarkt\u201c machen, was f\u00fcr ein trockenes Paragraphenthema? Dann kamen ich und mein mitverdonnerter Kurskollege auf die Idee jemanden zu interviewen, der wirklich betroffen ist\u2026 Das macht die Sache dann viel lockerer und wir hatten wirklich Spa\u00df\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die Startrampe war entdeckt. Den Schl\u00fcssel von PC-Raum der Krankenpflegeschule konnte man sich ausleihen, ich hatte bald Leute gefunden, die mich unterst\u00fctzen und f\u00fcr mich den Schl\u00fcssel ausliehen, dass es nicht so auffiel, bzw. dass er nicht immer von mir ausgeliehen war\u2026 Mel war halt einfach gern am PC, was ich da wirklich machte, wusste niemand! So habe ich tats\u00e4chlich die ersten wahren Geschichten von echten Menschen mit Behinderung geh\u00f6rt, was es bedeutete einen Querschnitt zu haben, wusste ich damals nur so in etwa, aber je mehr ich \u00fcber die Dinge erfuhr je spannender fand ich es! Abgeschreckt? H\u00e4tte es wahrscheinlich jeden, mich allerdings nicht f\u00fcr mich wurde es immer nur noch spannender\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 4<br>\ud835\udde0\ud835\uddee\ud835\uddf4\ud835\uddf6\ud835\ude00\ud835\uddf0\ud835\uddf5\ud835\uddf2 \ud835\uddd4\ud835\uddfb\ud835\ude07\ud835\uddf6\ud835\uddf2\ud835\uddf5\ud835\ude02\ud835\uddfb\ud835\uddf4<br>Damals hatte ich absolut \u00fcberhaupt keine Ahnung was \u00fcberhaupt alles au\u00dfer \u201enichtlaufen\u201c dazugeh\u00f6rt, wenn man in einem Rolli sitzt, nach den ersten Abenden im Chat erfolgte die Studie in meinen Lehrb\u00fcchern. Aber je mehr ich dr\u00fcber wusste, \u00fcber Krankheiten, Neurologie, Querschnittsl\u00e4hmungen, je spannender fand ich es. Die meisten w\u00fcrde es eher abschrecken, f\u00fcr mich war es wie eine magische Anziehung und Faszination!<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Startrampe kam ich dann irgendwann auch zu Handicap Love. Aus dem RTL SMS CHAT hatte ich noch Kontakt mit Steffen, er hat sich sporadisch gemeldet, wollte aber eigentlich urspr\u00fcnglich nie eine Beziehung, dennoch blieb er spannend f\u00fcr mich und ich wohl auch spannend f\u00fcr ihn\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich lernte \u201eFreak\u201c kennen, er war leider viel zu weit weg. Ein Mann den ich f\u00fcr seine Intelligenz und seine Sch\u00f6nheit bewunderte\u2026 Wir haben bis heute noch Kontakt, wir haben damals viel gechattet und telefoniert. Irgendwann hat er dann seine Partnerin kennengelernt, wahrscheinlich auch, weil ich ihm den Mut dazu machen konnte! Er ist noch immer mit ihr zusammen, was mich nat\u00fcrlich auch immernoch sehr freut. Der Kontakt ist weniger geworden, aber er \u00fcberdauerte die 20 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 5<br><strong>So konnte ich wachsen!<\/strong><br>Damals war ich ein junges M\u00e4dchen, das Thema Devotee und Bewunderung von Menschen mit Behinderung war weniger im Gespr\u00e4ch als heute, also NOCH weniger! Wenn ich nicht sagte, dass ich die Behinderung anziehend fand, dann hat sich jeder gefragt was ein junges Ding wie ich es war, von ihm wollen w\u00fcrde -&gt; das war also auch nicht der richtige Weg! Und wenn ich erz\u00e4hlte das ich eine Dev bin, konnten die meisten auch nicht wirklich viel damit anfangen!<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich war sch\u00fcchtern, ich habe kaum gleichgesinnte im Netzt kennengelernt und schon gar niemand in meinem Alter! Die Frage was mich genau fasziniert hat mich in Wirklichkeit schon \u00fcberfordert, ich kam mir richtig bescheuert vor zu sagen, dass es in Wirklichkeit alles ist, was ein Querschnitt mit sich bringt!<\/p>\n\n\n\n<p>Heute glaube ich zu wissen, dass diese Offenheit von meiner Seite, wichtig wahr und auch immer noch ist, dass es nichts bringt die Wahrheit zu verbergen oder sich gar daf\u00fcr zu sch\u00e4men\u2026 Damals war es nicht immer so leicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin dankbar f\u00fcr jeden Chat, den ich damals hatte, f\u00fcr jeden Menschen, dem ich mehr von mir erz\u00e4hlen durfte und der mir mehr von sich und seiner Welt mit der Behinderung erz\u00e4hlte, nur so konnte ich wachsen. Ich war immer ehrlich hab mich nie versteckt oder irgendwas vorgespielt, oft h\u00e4tte es wahrscheinlich noch mehr Worte gebraucht und mehr Erkl\u00e4rung dar\u00fcber was mich wirklich fasziniert, heute kann ich das ganz gut denke ich!<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 6<br><strong>Wenn ich da bin!<\/strong><br>Die Ausbildung hatte ich abgeschlossen, aus meinem Schwesternwohnheim bin ich ausgezogen\u2026 Meinen eigenen PC hatte ich dann an Weihnachten gekauft und mit ihm auch den ersten eigenen Internetanschluss, ich musste nicht mehr, irgendwie tricksen, um mich austauschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Ausbildungszeit hatte ich anfangs meinen ersten Stalker an der Backe und wahrscheinlich auch der erste Fake, der angeblich von seiner Frau \u00fcber den Haufen gefahren worden ist und im Rollstuhl sa\u00df\u2026 Eine sehr grusselige Geschichte, ich bin froh, dass sie vorbei ging\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ansonsten w\u00fcrde ich sagen, war die Zeit der Ausbildung zwar gepr\u00e4gt von einer Freundschaft Plus, diente aber irgendwie dann doch dazu diese sexuelle Pr\u00e4ferenz zu vertiefen und mich dar\u00fcber auszutauschen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war mir nie unsicher, f\u00fcr mich war immer klar, M\u00e4nner im Rollstuhl sind es die mich nicht nur sexuell betrachtet faszinieren und die mich ansprechen! Dennoch musste ich es unbedingt ausprobieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Steffen hatte ich immer mal wieder Kontakt, aber er konnte sich nicht vorstellen, dass ich das ernst mein, dass ich junges M\u00e4dchen wirklich Interesse an ihm hatte, er war aus seiner vorherigen Beziehung sehr verletzt und ich war wohl damals als \u201ejunges Ding\u201c auch noch etwas ungeschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Er wollte sich unter keinen Umst\u00e4nden verlieben, so gab es einen Pakt! Ich darf kommen und ihn besuchen, aber er bricht nach den zwei N\u00e4chten den Kontakt mit mir ab\u2026 Ich dachte\u2026 Wenn ich erstmal da bin, wird das alles schon\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Also machte ich mich auf den Weg zu meinem ersten Date\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 7<br><strong>Das erste Date<\/strong><br>Mein erster Sommerurlaub, dass Geburtstagsgeschenk an mich selbst war, damals ein Navi, ein Tag nach meinem Geburtstagsfest bin ich losgefahren, gesagt habe ich das glaube ich nur einem Freund von mir, der auch mit mir im Haus wohnte und meine Katzen versorgen durfte, damals war ich noch viel zu sehr in Sorge dar\u00fcber, was die Leute wohl \u00fcber mich denken k\u00f6nnten, wenn ich einen behinderten Menschen treffe\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein wahnsinnig hei\u00dfer Sommertag auf dem Weg Richtung Stuttgart und ich stand f\u00fcr immer im Stau\u2026 Ich war aufgeregt, wie man aufgeregter nicht sein konnte und wie ich es in meinem Leben wohl auch nie mehr danach war. Steffen kannte ich schon einige Jahre am Anfang \u00fcber SMS, dann \u00fcber Briefe mit der Post und am Ende nat\u00fcrlich auch \u00fcber den Chat\u2026 Tats\u00e4chlich habe ich noch einen Brief hier von ihm\u2026 Ihr erinnert euch an den Pakt, ich darf ihn einmal treffen werde danach aber nie wieder was von ihm h\u00f6ren!<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann kam ich an, halb verdurstet und total aufgeregt, der erste spannende Moment war allerdings nicht so romantisch wie ich mir das vorgestellt hatte\u2026 Sein Kumpel war auch da, wahrscheinlich damit er den ersten Moment leichter hatte, ich fands ziemlich doof\u2026 Als der dann irgendwann weg war, begann unser Date\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage, ob es mich wirklich so fasziniert ein Mann im Rollstuhl, war auch mit dem ersten Mal ihn in Wirklichkeit zu sehen erledigt, es war ganz eindeutig, die Anziehung war so magisch und episch, wie ich sie zuvor noch nie erlebt hatte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Er hatte mir nicht zu viel versprochen, er war zwar nett, aber in jedem Moment drauf bedacht, sich auf keinen Fall zu verlieben aus Angst vor dem dann entstehenden Schmerz\u2026 Ich h\u00e4tte alles zu ihm sagen k\u00f6nnen, er h\u00e4tte es nicht geh\u00f6rt\u2026 Dennoch hatten wir eine ganz nette Zeit zusammen\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 8<br><strong>DANKE das ich Dich ausprobieren durfte!<\/strong><br>Es war die Magie des Augenblicks, die Sch\u00fcchternheit, die Angst davor irgendetwas falsches zu machen oder zu sagen\u2026 Aber auch die Einfachheit der Dinge und die unendliche Faszination die dieses \u201eerste Date\u201c so einzigartig und unvergessen machten!<\/p>\n\n\n\n<p>Ihm zuzuschauen, wie er sich bewegte im Rollstuhl, wie er sich umsetzte, einfach alles daran war f\u00fcr mich besonders\u2026 Aber nicht im Sinne von besonders au\u00dfergew\u00f6hnlich, sondern im Sinne von besonders sch\u00f6n\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war viel zu sch\u00fcchtern, ich konnte ihm gar niemals nicht sagen wie besonders dieser erste Moment und dieses erste Mal f\u00fcr mich war\u2026 Heute wei\u00df ich, dass es uns beiden sehr viel geholfen h\u00e4tte, wenn ich da wirklich dr\u00fcber sprechen h\u00e4tte k\u00f6nnen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wir kamen uns n\u00e4her und wir haben zusammen \u201egezeltet\u201c das war sein Wort daf\u00fcr, allerdings erst nachdem er eingeschlafen ist und ich ihn wieder aufgeweckt hatte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war 2 N\u00e4chte da und es gab in er ganzen Zeit nur 1 Dose Ravioli, er meinte zwar ich solle mich bedienen aber naja man isst ja nicht allein in einem fremden Haus\u2026 Das war das verr\u00fcckteste an der ganzen Geschichte\u2026 Er war sehr individuell und speziell, ich denke in ganz vielen Bereichen\u2026 Eigen und von der Welt verletzt und entt\u00e4uscht, so k\u00f6nnte man es m\u00f6glicherweise nennen?<\/p>\n\n\n\n<p>Egal, man muss die Dinge mitnehmen wie sie kommen und es war etwas ganz Besonderes und Unvergessenes! Dieses erste Date\u2026 Ja in Wirklichkeit war es wundersch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Falls du es irgendwann mal liest, hier nochmals von ganzen Herzen DANKE, dass ich dich ausprobieren durfte!<\/p>\n\n\n\n<p>Kaptiel 9<br><strong>Kein Prinz auf dem wei\u00dfen Ross!<\/strong><br>Obwohl dieser Abschied an der Haust\u00fcr so herzlich und so emotional war und er so viel wert drauf legte das ich ihm auf jeden Fall schreiben soll, wenn ich angekommen bin. Endete dieser Kontakt mit der letzten SMS wie von ihm angek\u00fcndigt mit der letzten SMS von mir an ihn.<br>F\u00fcr mich war dieses Erste Mal etwas besonders, nicht nur, dass ich wusste, dass es mich wirklich anturnt mit einem Rollifahrer Zeit zu verbringen, sondern auch wegen ihm\u2026 Ich habe seine Entscheidung akzeptiert, aber bis heute denke ich noch an dieses besondere erste Mal zur\u00fcck\u2026 Mit der Zeit verblassen Abenteuer ein wenig, aber wenn man die Augen schlie\u00dft, ist es so als k\u00f6nnte man bestimmte Momente immer wieder erleben, man tr\u00e4gt sie mit in seinem Herzen, ein Leben lang\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wusste nun also das ich tats\u00e4chlich ein Devotee bin und das ich weiter suchen musste\u2026 Es begann eine Mission, die viele Jahre lang dauern sollte, die Mission auf der Suche nach meinem Mr. Right!<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie sollte er sein? Was war daran so schwierig\u2026 Ganz ehrlich? Ich verstand es selbst nicht so wirklich\u2026 Ich wollte jemanden der im Rolli sitzt und sonst noch charakterlich einigerma\u00dfen zu mir passte\u2026 Kein Prinz auf dem wei\u00dfen Ross oder sonst was\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz oft h\u00f6rte die Geschichte damit auf, wenn ich offenbarte, dass ich M\u00e4nner im Rollstuhl sehr anziehend finde, damals wussten noch viel weniger Menschen, dass es uns gibt, die die sich durchaus eine Beziehung und ein Leben mit einem Rollifahrer vorstellen k\u00f6nnen, eben auch genau deswegen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaub ich habe \u00fcberall gesucht, Online, Offline, in der Tageszeitung, auf Onlineplattformen f\u00fcr Behinderte Singles, auf normalen Singleb\u00f6rsen\u2026 In Foren f\u00fcr Menschen mit Behinderung\u2026 Einfach fast \u00fcberall\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df gar nicht mit wie vielen Menschen ich gechattet habe in diesen Jahren, von einigen die die mir geblieben sind werde ich euch in den n\u00e4chsten Kapiteln erz\u00e4hlen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 10<br><strong>Ich bin nicht so vom Himmel gefallen!<\/strong><br>Die junge Mel von damals, war nat\u00fcrlich etwas anders, als die von heute\u2026 Mittlerweile bin ich an Erfahrung, Lebensfreude, Empathie und Verst\u00e4ndnis gewachsen\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin so aber nicht vom Himmel gefallen\u2026 Ich war sch\u00fcchtern, wusste immer nicht so richtig wie ich meine Vorliebe verpacken sollte, wenn ich einem Rollifahrer gegen\u00fcber von meiner Vorliebe erz\u00e4hlte, noch schwieriger war es, wenn er gar nicht wusste das sie existieren, die Devotees\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich mich auch manchmal selbst f\u00fcr diese Vorliebe gesch\u00e4mt, denn schlie\u00dflich findet man etwas sch\u00f6n, was f\u00fcr den anderen vielleicht gar nicht so sch\u00f6n ist\u2026 Ich habe mich oftmals gar nicht wirklich getraut auszusprechen, was es genau ist was ich sch\u00f6n finde\u2026 Obwohl das mit die wichtigste Frage war, damals wie heute\u2026 Heute wei\u00df ich, dass an dieser Stelle absolute Ehrlichkeit erforderlich gewesen w\u00e4re\u2026 Es hat viele Gespr\u00e4che lang gedauert, bis ich das begriff\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht war es aber manchmal auch so, dass ich selbst gar nicht wusste, was das im Detail ist\u2026 Und vieles fand ich auch erst sch\u00f6n; nachdem ich es erlebte\/sp\u00fcrte\/sah\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal wars dann doch so, dass etwas geendet ist, bevor es angefangen hat, weil mein Gegen\u00fcber das so gar nicht glauben konnte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Damals habe ich mich auch nicht getraut f\u00fcr mich besonders attraktive Kerle anzuschreiben\u2026. Was soll ich sagen? Sie sind immer noch online in der Singleb\u00f6rse\u2026 Es war also dumm\u2026 Wenn ich heute jemanden sch\u00f6n finde\u2026 Kann ich das einfach so raushauen\u2026 Allerdings ist es glaub ich auch etwas anderes, \u00fcber die Dinge zu reden ohne Druck!<\/p>\n\n\n\n<p>Damals wollte ich ja die Liebe meines Lebens finden und auf gar keinen Fall etwas falsches sagen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 11<br><strong>Der Komische Vogel<\/strong><br>Ich wollte es wissen und ich wollte endlich den Partner finden, mit dem ich zusammen alt werden konnte. Yes, ich habe wirklich gedacht, es w\u00e4re so einfach und wollte meinen Mr. Right im Rollstuhl finden! Dass es nicht einfach war, wei\u00df ich heute\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war also in allen Portalen unterwegs und habe nach meinem Rollifahrer gesucht\u2026<br>Nach einem ausf\u00fchrlichen Chat und einer Session per Web Cam habe ich auch den ein oder anderen getroffen\u2026 Dieser hier ist mir besonders in Erinnerung geblieben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Chat \u00fcber die Partnerb\u00f6rse einige Abende telefonieren, war es also so weit, dass erste Date fand statt\u2026 Ich bin in die n\u00e4chstgr\u00f6\u00dfere Stadt gefahren, da dort der Bahnhof barrierefrei war\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zug kam an, ein Typ stieg aus und ich traute meinen Augen nicht wirklich\u2026 Was war das denn? ALLES aber nicht mein Mr. Right im Rollstuhl sondern irgendein komischer Vogel\u2026 Ein Rollstuhl, den man in Krankenh\u00e4user findet, er war nicht angepasst oder so, ein f\u00fcrchterliches Ding, dreckig und verstaubt noch dazu und der Kerl? Naja, was soll ich sagen? Die Haare waren irgendwie viel zu lang, er kam mit Birkenstock und Jogginghose, hatte kaum Gep\u00e4ck mit dabei und vor allem noch nie in seinem Leben eine Zahnb\u00fcrste gesehen\u2026 Inkontinenzmaterial aus irgendwelche Werbep\u00e4ckchen, nichts hat zusammengepasst und einen Querschnitt ohne Katheter?<\/p>\n\n\n\n<p>Das Weltallerschlimmste war aber neben der Tatsache das ich auf einen Pretender oder BIDler reingefallen bin, dass sein Geruch \u00fcberhaupt nicht kompatibel war und auch sein Zahnstatus nicht meinen Mundhygienekriterien entsprach. Es war einfach super ecklehaft und treist!<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag habe ich ihn wieder zur\u00fcckgefahren an den Bahnhof!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun war ich skeptisch, manchmal sogar zu skeptisch, aber das war eines meiner grusseligsten Erlebnisse \u00fcberhaupt\u2026 Was eine Marke\u2026 Unvorstellbar, ich verstehe es bis heute nicht? Nat\u00fcrlich habe ich nicht wieder mit ihm gesprochen, ich sollte ihn aber noch oft treffen auf irgendwelchen Foren oder B\u00f6rsen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war immer ehrlich, hab nie irgendwas herbei gelogen und ich erwarte das auch von meinem Gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 12<br><strong>Das Leben ist wohl so\u2026<\/strong><br>Irgendwann des nachts huschte mir ein \u00d6sterreicher \u00fcber den Weg\u2026 Nennen wir ihn Josefus! Er hatte einen hohen Querschnitt und ich traf ihn das erste Mal so kurz nach seiner allerersten Reha irgendwo in dieser Onlinewelt unseren Hauptkontakt hatten wir \u00fcber Skype\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Es m\u00fcssen viele N\u00e4chte gewesen sein, die wir zu zweit durchgequasselt haben, Irgendwie f\u00fchlte ich mich zu ihm hingezogen und mit ihm verbunden auf eine ganz tiefe Ebene\u2026 Just in dem Moment als ich dr\u00fcber nachdachte, zu ihm zu fahren, verschwand er wieder von der Bildfl\u00e4che f\u00fcr einige Jahre\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Es hat mir so sehr weh getan, dass ich fast schon um ihn getrauert habe\u2026 Und irgendwann war er einfach wieder da, wie aus dem nichts ist er nochmal wieder gekommen, es war wieder intensiv, wir haben wieder n\u00e4chtelang miteinander geschrieben telefoniert uns f\u00fcreinander begeistert und dann war er wieder auf einmal weg\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Es war eine wundervolle Begegnung, die mir viel \u00fcber das Querschnitt haben erz\u00e4hlte und erkl\u00e4rte, die mir zeigte, wie es ist sich \u00fcber die Entfernung so sehr zu verlieben, dass es weh tat, wenn es nicht mehr da war\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das Leben ist wohl so, es gibt Begegnungen, die dauern f\u00fcr immer und ein andermal begleitet man sich nur eine kurze Zeit! Manche bleiben h\u00e4ngen ganz tief im Herz und es ist sch\u00f6n, wenn man sich an diese besonderen Menschen zur\u00fcckerinnern kann, weil man irgendwas ganz Besonderes mit ihnen geteilt hat!<\/p>\n\n\n\n<p>Es war sch\u00f6n mit dir, danke!<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 13<br><strong>Verflucht!<\/strong><br>Aber auf der Suche nach was eigentlich? Auf der Suche nach dem Gro\u00dfen Gl\u00fcck, der Liebe meines Lebens war ich\u2026 Es gab auch Tage, wo ich mich nicht so wohl damit f\u00fchlte, die Behinderung eines Menschen attraktiv zu finden, wenn ich ehrlich bin, habe ich mich in meinen Anf\u00e4ngen oft genug daf\u00fcr verflucht und wollte das weg haben\u2026 Je mehr man versucht, es loszuwerden, je \u00e4rger will man es doch haben! Neben all dem positiven, was ich darin sah, brachte es auch genauso viele Negative Gedanken mit sich\u2026 Heute wei\u00df ich, dass gar nicht weg gehen kann, diese unheimliche Faszination f\u00fcr Rollifahrer, dass es die rote Schnur ist, die sich durch mein Leben zieht!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lernte Bolleck kennen, ein sympathischer junger Mann, ein Dr. der Physik mit dem ich mich ausgezeichnet verstand. Es war auf einmal so einfach, wir waren vielleicht eher Freunde als ein Liebespaar, aber wir verstanden uns und es machte einfach Spa\u00df in seiner Gesellschaft zu sein. War ich verliebt? Ja aber anders, nicht mit dieser k\u00f6rperlichen Anziehung. Irgendwann kam raus das er selbst auch sich mit dem Thema Devotee\/Amelo f\u00fcr sich befasst, aber das war erst gegen Ende unserer Beziehung! In diesem Jahr ist so viel passiert, der Tod eines sehr nahestehenden Menschen, die Leuk\u00e4mie Diagnose in der Familie und die Weiterbildung im Job, ich kam gar nicht so schnell mit dem Denken und Verarbeiten nach und habe mich sicher sehr ver\u00e4ndert in der Zeit. Nach fast einem Jahr Beziehung beendete er alles mit den Worten: \u201eWei\u00dft du was? Ich geh jetzt einfach!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich stand nur noch da und schrie, endlich konnte ich schreien und diese ganzen Emotionen mit mir rauslassen. Irgendwie war ich da zusammengew\u00fcrfelt, meine Welt irgendwie kaputt, nicht mehr die die sie davor war\u2026 Ich musste mich neusortieren und ausrichten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und irgendwann kam sie wieder raus die Devotine in mir, ich musste ihn finden diesen Mr. Right im Rolli!<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 14<br>\ud835\uddd5\ud835\uddf2\ud835\uddef\ud835\uddf2 |\ud835\udde7\ud835\uddf2\ud835\uddf6\ud835\uddf9 \ud835\udfed<br>Da warst du\u2026 Ich denke wir haben uns bei Handicap Love kennengelernt, wir haben sehr viel miteinander geschrieben, ich erinnere mich daran, wie oft wir beide geskyped haben in unserer Zeit! Du warst vom ersten Augenblick an spannend f\u00fcr mich, total, sie war da, diese unglaubliche Anziehung! Vielleicht war es zuerst so, dass ich glaubte deine Behinderung w\u00fcrde mich nicht so sehr interessieren, aber ich bin dankbar daf\u00fcr, dass du mich selbst so sehr interessiert hast, dass mir die Behinderung egal war und ich dich und alles, was zu dir geh\u00f6rte kennenlernen durfte!<\/p>\n\n\n\n<p>Du hattest Angst, angst meine Erwartungen nicht zu erf\u00fcllen, angst schlechter zu sein und weniger zu k\u00f6nnen als ich es von dir wollen k\u00f6nnte! F\u00fcr mich war das niemals wichtig, es ging mir niemals darum was du kannst und was du nicht konntest\u2026. Es ging um das gro\u00dfe Ganze es ging um dich, du warst es der mich beeindruckte, deine Stimme, deine Art und Weise einfach du\u2026<br>Ich musste dich treffen, ich musste dich kennenlernen es folgten zwei Dienstwochenenden aufeinander, das Warten schien wie ewig und endlich war er da dieser Freitag, an dem ich mich auf den Weg zu dir machte! Ich fuhr also los in der Erwartung einen attraktiven sch\u00f6nen Mann zu treffen, den ich schon oft vor der Webcam hatte und der noch so fit war, dass er einige Schritte am Rollator gehen konnte! Mit deiner Stimme im Ohr war ich auf dem Weg zu dir, stand \u00fcber 2h im bl\u00f6den Stau und war heilfroh, v\u00f6llig kaputt nach meinem Fr\u00fchdienst bei dir angekommen zu sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Du warst aufgeregt und ich war es auch! Du standest hinter deiner Balkont\u00fcr und hast mir zugeschaut wie ich mein Krempel aus dem Auto geladen habe und mich auf den Weg zu dir begab\u2026 Ich war gepackt mit vielen Anspannungen auch mit der Sorge wie ich dann mit allem dem, was zu dir geh\u00f6rte zu recht kam\u2026 Deiner Spastik, deiner M\u00fcdigkeit und wie ich bald merkte mit allem dem, was du mir nicht erz\u00e4hltest, weil du dachtest es w\u00e4re zu schlimm f\u00fcr mich\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 15<br>\ud835\uddd5\ud835\uddf2\ud835\uddef\ud835\uddf2 |\ud835\udde7\ud835\uddf2\ud835\uddf6\ud835\uddf9 2<br>Ich ging rein und pl\u00f6tzlich standen wir voreinander, deine Aufregung hat mich Beinahe angesprungen, ich konnte sie f\u00f6rmlich sp\u00fcren\u2026 Ich warf meine Sachen ab, stellte das Gep\u00e4ck hin und nahm dich in Arm\u2026 Sie war unglaublich angenehm diese erste Umarmung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann wolltest du mich unbedingt stehend in den Arm nehmen\u2026 Es war ein magischer Moment, mir w\u00e4re das nicht wichtig gewesen, f\u00fcr dich war es aber als ob es entscheidend gewesen w\u00e4re\u2026 In dem Moment wurde mir klar, dass du nicht mehr am Rollator laufen wirst, dass alles das, was du sagtest so nicht genau stimmte und das du mehr Hilfe brauchst als du es jemals h\u00e4ttest zugeben k\u00f6nnen!<\/p>\n\n\n\n<p>Was diese Verdr\u00e4ngung f\u00fcr dich bedeutete, konnte ich erst viele Jahre sp\u00e4ter verstehen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der Magie des Momentes nahm es nichts, irgendwann hast du zugelassen das ich dir helfe beim Aufstehen und Stehen\u2026 Es war eine ganz sch\u00f6n wackelige Sache und brauchte kraft\u2026 Aber ich kann mich noch gut an diesen Moment erinnern wo wir uns das erste Mal stehend in Arm genommen haben, es war sch\u00f6n und die Spastik und dein Wackeln st\u00f6rte nicht wirklich auch wen wir beide damit zu tun hatten gegenzusteuern\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Alles war sehr vertraut deine Wohnung, du, als ob wir uns ewig kennen w\u00fcrden\u2026 Eigentlich wars schon ganz so wie ich mir das vorstellte\u2026 Wir haben noch irgendwas zusammen gegessen und sind dann auch bald schon zusammen ins Bett\u2026 Eigentlich wollte einer auf der Couch schlafen, aber irgendwie konnten wir beide darauf verzichten\u2026 Daf\u00fcr warst du viel zu spannend!<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich w\u00e4ren wir beide besser beraten gewesen, wenn wir abgrundtief ehrlich gewesen w\u00e4ren\u2026 Du wusstest zwar das ich auf Menschen mit Behinderung stehe, aber was das genau hei\u00dft, konnte ich dir nicht vermitteln, also hast du alles gegeben, um \u201egut\u201c dazustehen!<br>Du konntest mir nie erz\u00e4hlen, wie es dir wirklich geht und was du wirklich br\u00e4uchtest\u2026<\/p>\n\n\n\n<p id=\"kapitel16\">Kapitel 16<br>\ud835\uddd5\ud835\uddf2\ud835\uddef\ud835\uddf2 |\ud835\udde7\ud835\uddf2\ud835\uddf6\ud835\uddf9 3<br>Ich lese in meinem Buch der Erinnerung und kann mich noch genau daran erinnern wie es in deinem Schlafgemach aussah! Rechts war ein gro\u00dfer Schrank, der die ganze Wand f\u00fcllte, auch meine Sachen fanden dort ihren Platz, das Fenster war versteckt hinter einem gro\u00dfen schweren Vorhang, der irgendwie an gro\u00dfm\u00fctterliche Zeiten erinnerte und dein gro\u00dfes Holzbett stand direkt an der Wand! Spinnweben zierten die Ecken der Decke und ich hatte sie schon lange davor weggemacht, du hattest sie einfach nicht gesehen, was mir erst viel sp\u00e4ter bewusst wurde\u2026 Seis drum, ich krabbelte rein an der Wand du lagst daneben, ein langer Tag war zu Ende und ich schlief meinen Dornr\u00f6schen schlaf\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Schlafen kann ich \u00fcberall, immer, seid ich die Schwesternwohnheime dieser Welt bewohnt habe, wars mir auch v\u00f6llig egal ob da irgendwelche anderen Ger\u00e4usche oder andere Betten waren, ich schlief tief und fest, bis zu dem Moment wo ich durch dich geweckt wurde! Im Zimmer war es dunkel, ich konnte dich nicht sehen, zuerst hatte ich keinen blassen Schimmer was \u00fcberhaupt passierte, ich merkte nur das, dass Bett wackelte und h\u00f6rte ein: \u201eSchei\u00dfe, oh man, nein bitte nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte immer noch keine Idee, aber ich habe mich auf die Suche nach dem Lichtschalter gemacht, den ich dann irgendwann gl\u00fccklicherweise auch gefunden habe\u2026 Und dann sah ich auch das du irgendwie aufstehen wolltest, ich habe niemals zuvor jemand mit so einer krassen Spastik gesehen und wusste auch gar nicht so wirklich was ich tun sollte, reden konntest du auch nicht\u2026 Irgendwann hab ich geschnallt das du wohl zur Toilette musst, ich stand auf und half dir an die Bettkannte, leider wars zu sp\u00e4t, ich h\u00e4tte schneller wissen m\u00fcssen was da los ist, meine F\u00fc\u00dfe badeten in einer Pf\u00fctze! Wenigstens h\u00f6rte die Spastik auf, du warst sauer, stink sauer auf deinen K\u00f6rper ich konnte mit dieser Wut, schwer umgehen, ich war sauer, weil ich nass wurde durch dich!<\/p>\n\n\n\n<p>Also ging ich ab in die Dusche, wir haben alles frisch bezogen, was man beziehen musste, umgezogen was man umziehen musste und irgendwann als wir uns beide einigerma\u00dfen beruhigt hatten, lagen wir wieder im Bett\u2026 Allerdings nicht ohne die unbenutzte Urinflasche, die uns sehr viel nass h\u00e4tte sparen k\u00f6nnen, wenn wir da gleich mal dr\u00fcber gesprochen h\u00e4tten\u2026 Sie war von da an immer griffbereit in meiner N\u00e4he und nie wieder wurde einer von uns beiden nass! Ich wusste aber auch was das Problem war, wenn das Bett durch deine Spastik wackelte!<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein sehr schockierendes Erlebnis, was uns beide in gleichem Ma\u00dfe herausforderte, am Ende aber sehr viel n\u00e4he mit sich brachte!<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 17<br>\ud835\uddd5\ud835\uddf2\ud835\uddef\ud835\uddf2 |\ud835\udde7\ud835\uddf2\ud835\uddf6\ud835\uddf9 4<br>Einkaufen<br>Wir gingen oft gemeinsam einkaufen, f\u00fcr dich war das glaub ich einer der H\u00f6hepunkte \u00fcberhaupt, weil du so gut wie niemals raus kamst aus deiner Bude, ich wei\u00df noch wie kompliziert das war\u2026 Es gab keinen barrierefreien Zugang zu deiner Bude, der wurde gerade erst gemacht, du hattest ein E-Mobil mit dem bist du \u00fcber die Terrasse vor an den Stra\u00dfenrand gefahren, dort konnte ich dich dann wieder mit dem Rolli abholen. Was eine Prozedur\u2026 F\u00fcr mich war einkaufen, so ziemlich das langweiligste was es \u00fcberhaupt gab, du hast es geliebt zu schauen was es Neues gibt\u2026 Einmal wurde du w\u00e4hrend wir Katzenfutter gekauft haben, so w\u00fctend, weil irgendwas mit der Bezahlung an der Kasse nicht so lief, wie es sollte, dass du abgehauen bist\u2026 Naja du kamst nicht weit, die Leute haben dich aufgehalten\u2026 Wieviel Wut und \u00c4rger du in dir gehabt haben musst und wie schlimm es wohl war nicht weit zu kommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein langer Tag<br>Ein langer Tag ging zu Ende, wir haben viel in deiner Wohnung gemacht, geputzt Vorh\u00e4nge gewaschen, Dinge die du allein nicht mehr konntest, Dinge f\u00fcr die du sonst niemanden um Hilfe bitten wolltest\u2026 Gerade v\u00f6llig fertig auf der Couch angekommen, fiel die Fernbedienung auf den Boden und du bist vom Sofa runter auf den Boden um sie aufzuheben\u2026 Ich war durch und verstand nicht, warum du das gemacht hast, ich wusste das du da nicht alleine wieder hoch kommst, was ich dir auch sagte\u2026 Es sollte noch weitere 4 Stunden gehen, 4 Stunden in denen du verzweifelt versucht hast wieder aufzustehen, bzw. auf Sofa oder den Rolli zu kommen. 4 Stunden voller Emotionen, 4 Stunden voller Trauer, 4 Stunden voller Schmerz, voller Wut. Der ganze Boden war verblutet, dein Deku der gerade wieder zu war, ging wieder auf\u2026 Du warst sauer auf, auf die MS und auf alles M\u00f6gliche, wolltest dir nicht helfen lassen und doch musstest du es irgendwann\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube das war einer der schlimmsten Momente meines Lebens, dir zuzuschauen, gleichzeitig hab ich daraus soviel mitgenommen und soviel \u00fcber dich selbst verstanden wie niemals zuvor\u2026 Ich kann mich noch daran erinnern, wie sehr ineinander verkuschelt wir eingeschlafen sind\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 18<br>\ud835\uddd5\ud835\uddf2\ud835\uddef\ud835\uddf2 |\ud835\udde7\ud835\uddf2\ud835\uddf6\ud835\uddf9 5<br>HILFE<br>Nach einiger Zeit wusste ich ohne hin schon, dass du Hilfe gebraucht h\u00e4ttest, in vielen Dingen, ein Raumpflegewunder, jemand der mit dir Einkaufen geht, jemand der einfach da ist und dich unterst\u00fctzt, wenn der Tag mal wieder anstrengender war als du es zugeben wolltest\u2026<br>Hilfe wolltest du nicht mehr, von keinem, du hattest mich und ich war gut darin dich zu unterst\u00fctzen nur 130km weit weg! Irgendwann hast du sogar deiner Mutter erz\u00e4hlt das sie nicht mehr f\u00fcr dich einkaufen m\u00fcsse, weil ich das jetzt mache\u2026<br>F\u00fcr mich war das ein unheimlicher Druck, der Druck verantwortlich zu sein, auch der Druck \u00f6fters bei dir zu sein\u2026 Ich habe dir das oft gesagt, du wolltest das nicht h\u00f6ren, ein wahrer Meister des Verdr\u00e4ngens\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann hast du beschlossen, dass alles kein Problem ist, dein Kumpel hat dich zu mir gebracht, aber Moment mal, ich habe in einem Altbau gewohnt im 2. Stock, da waren Treppen und da war noch weniger barrierefrei als bei dir\u2026 Ich bin stolz darauf, dass wir das zusammen immer problemlos gemeistert haben\u2026 Zusammen, die Treppe hoch stufe f\u00fcr stufe, danach der Rolli und irgendwie wieder vom Boden hoch, du warst noch mehr auf mich angewiesen als bei dir zu Hause und da war immer dieses Gef\u00fchl in meinem Bauch, wenn ich arbeiten musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mich gesch\u00e4mt, weil ich das nicht geschafft habe, ich habe es versucht bis mein K\u00f6rper mir gezeigt hat, dass jetzt die Grenze dessen was ich kann erreicht ist\u2026 Als ich beim Notdienst gelandet bin mit einem Ruhepuls von \u00fcber 140, wurde mir klar, dass ich das so nicht mehr weiter machen kann\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr dich war fremde Hilfe immer noch keine Option, ich konnte das aber nicht mehr und es war wohl eine der schwersten Entscheidungen, aber ich hatte Angst, Angst daran zu zerbrechen und hab mich getrennt. Bald darauf hast du eine neue Frau kennengelernt, es ging keine 2 Wochen hattest du einen Pflegedienst den du dann wohl akzeptieren musstest!<\/p>\n\n\n\n<p>Danke, f\u00fcr all das sch\u00f6ne was hier nicht steht, da war so viel liebe und jetzt schaust du mir von oben zu\u2026 Adieu, dass war immer dein Wort um Abschied zu nehmen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 19<br><strong>F\u00fcr immer!<\/strong><br>Nachdem Boden der Tatsachen, der Beziehung, in der ich erfahren sollte, was es bedeuten kann mit einem Mann mit Behinderung zusammen zu sein, zweifelte ich stark an mir, war ich vielleicht doch nicht daf\u00fcr gemacht? Lag es an mir das er keine andere Hilfe annehmen konnte? Ich f\u00fchlte mich schuldig und wie ein Versager! Heute w\u00fcrde ich vielleicht mehr dr\u00fcber reden, um eine andere L\u00f6sung zu finden!<\/p>\n\n\n\n<p>Was war das \u00fcberhaupt, warum empfand ich so? Warum konnte ich nicht einfach irgendeinen Mann nehmen, einen Fu\u00dfg\u00e4nger, schlie\u00dflich war es ja nicht so, dass da niemand war den ich finden konnte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hab versucht das Devotee sein loszuwerden und hab mich nicht mehr auf Rollifahrer konzentriert, schlie\u00dflich musste ich ja doch mal ausprobieren, ob ich nicht auch mit einem Fu\u00dfg\u00e4nger zusammen sein kann\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war dann tats\u00e4chlich \u00fcber 2 Jahre mit einem schwarzen Mann zusammen, dass ist sowas wie meine zweite Vorliebe. Lebensfreude und Leichtigkeit bestimmten die Zeit, wenn wir sie gemeinsam verbringen konnten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Eine sehr tolle Zeit und mega coole Erfahrung, die ich nicht missen wollte, er hat mir mehr gezeigt als jeder andere auf dieser Welt, dennoch waren die Herausforderungen zwar anders, aber am Ende dann doch so gro\u00df, dass wir uns Entschieden haben uns zu trennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und soll ich euch was verraten? Das Devotee sein ging nicht weg, es begleitete mich immer und f\u00fcr immer! Egal wie romantisch und sch\u00f6n es war, die Beziehung zu mir und A. war eine sehr besondere, auch wenn sie keinesfalls normal war und wir sehr f\u00fcreinander k\u00e4mpfen mussten.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 20<br><strong>Du bist der beste Film!<\/strong><br>Die Sonne schien, A. und ich sa\u00dfen im Ikea Restaurant, er sa\u00df mir gegen\u00fcber, ich tat was ich immer tat, ich beobachtete die Leute, schlie\u00dflich gibt es ja nichts besseres, als \u201ePeople Watching\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p>[Story am Rande: Ein ehemaliger Dozent in der Pflegeschule sagte irgendwann mal, ich kanns einfach nicht lassen Menschen zu beobachten, ich liebe es irgendwie und tats\u00e4chlich bin ich gut drin, ihr werdet es irgendwann auch mal sein und genau wissen, wo ihnen was weh tut oder was sie eigentlich haben, keiner wird mit einer Prothese an euch durchlaufen ohne das ihr es bemerkt, es einfach wisst! Naja was soll ich sagen er hatte recht, ich sehe soviel ohne wirklich einen Fokus drauf zu haben\u2026 ]<\/p>\n\n\n\n<p>Er machte das irgendwie nicht, er war konzentriert auf sein Essen und auf mich irgendwann fragte er: \u201eSag mal was machst du da? Warum schaust du so rum!\u201c Ich antwortete v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich: \u201eIch beobachte die Leute.\u201c Auf einmal begann er mich auszulachen, er hat sich fast nicht mehr eingekriegt sah mich an und meinte: \u201eDein Ernst? Du wei\u00dft aber schon, dass du denen gerade den besten Film machst, du bist doch die, die hier mit dem schwarzen unterwegs ist, siehst du nicht wie alle uns anglotzen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schluckte schaute auf und tats\u00e4chlich, er hatte recht, fast alle Menschen beobachteten uns\u2026 Auch danach ist mir das immer wieder aufgefallen! Keiner hat uns \u00fcbersehen, irgendwie scheinen wir einfach viel zu ungew\u00f6hnlich gewesen zu sein\u2026 Aber was hat das ganze jetzt bezogen auf den Devotee Kontext zu tun\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Nun tats\u00e4chlich hab ich dieses \u201eglotzen\u201c nur mit ihm so empfunden, bei Rollifahrern war das nur halb so wild, was mir auch aufgefallen ist, mit einem Mann im Rolli an der Seite wird man \u00fcberdurchschnittlich oft angesprochen, warum das so ist, wei\u00df ich nicht, wahrscheinlich denken die Leute man ist automatisch nett!<\/p>\n\n\n\n<p>Bei ganz dummen blicken empfehle ich \u00fcbrigens knutschen, dass l\u00e4sst die Leute fast umfallen, denn w\u00e4hrend sie noch an eine Freundschaft dachten, w\u00e4hrend man so zusammen nebeneinander her lief, sind ihre wildesten Vermutungen durch den Kuss besiegelt ihr werdet wahrlich in epische Gesichter schauen! Ich habe es wann immer m\u00f6glich einfach gefeiert, man h\u00e4tte die Leute eh nicht vom gucken abgehalten, warum nicht dann ein Sp\u00e4\u00dfchen draus machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 21<br><strong>ER!|Teil I<\/strong><br>Manchmal, versteht man nicht, warum das Leben diese Wege geht, da war ich wieder \u201eSingle\u201c! Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, wenn man glaubt angekommen zu sein und dann doch wieder alles anders ist, muss man sich wieder neu ausrichten\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war wieder auf Partnersuche, breitfl\u00e4chig \u00fcberall\u2026 Auch in den einschl\u00e4gigen Foren die es damals so gab, um den Rollifahrer von Welt kennenzulernen. Das bedeutete immer viele Gespr\u00e4che, viele Erkl\u00e4rungen, sehr viel Zeit und sehr viel Missverst\u00e4ndnisse, Vorurteile und Ablehnung! Ich war also auf der Suche nach meinem Mr. Right!<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einmal war er da:<br>Auf der Startrampe, einem Forum f\u00fcr Querschnittsgel\u00e4hmte, da konnte man so ziemlich viele coole Bekanntschaften machen! Und da war er, er war oft online, relativ pr\u00e4sent im Chatroom und sein Profil\u2026\ud83d\udc98 Ich habe diese Zeilen so sehr gesch\u00e4tzt, ich h\u00e4tte mich schon in seine Worte verlieben k\u00f6nnen. Es gab auch sehr viele Bilder von ihm,<\/p>\n\n\n\n<p>Aber da war es wieder\u2026 Das Problem, dass ich Leute, von denen ich dachte, sie wollen eh nichts mit mir zu tun haben, weil sie sicher viele andere M\u00f6glichkeiten h\u00e4tten, nicht angeschrieben habe\u2026 Wahrscheinlich aus Angst vor Ablehnung ich wei\u00df es nicht genau! Heute w\u00fcrde ich jedem empfehlen, einfach zu schreiben, man hat ja nichts zu verlieren!<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann kamen wir dann in dem Chatroom ins Gespr\u00e4ch genau kann ich mich daran nicht mehr erinnern, er auch nicht, jedenfalls begann \u00fcber dieses Forum und den Chat, dass n\u00e4chste Abenteuer!<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 22<br><strong>Mimi | Teil II<\/strong><br>Dieses einmalige erste Treffen<\/p>\n\n\n\n<p>Im Chatroom kennengelernt gab es irgendwann das erste Telefonat, dass erste telefonieren mit der Webcam, ich habe keine Idee davon, wie lange wir uns daf\u00fcr Zeit genommen haben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Leben war wild, ich hatte gerade eine neue Stelle begonnen, eine OP hinter mir mit unklarem Befund an der Leber. Du warst mir sympathisch vom ersten Augenblick an, mittlerweile ist es definitiv so, dass ich kaum mit einem Menschen mehr telefoniert und so sehr intensiv telefoniert habe als mit dir.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich nie vergessen werde, ist unser allererstes Mal live treffen, ich kann die Augen schlie\u00dfen und es nochmals erleben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein sonniger Tag, irgendwann im Fr\u00fchling des Jahres 2013, ich war aufgeregt wie niemals zuvor, war schon lange nicht mehr Zug gefahren, hoffte die richtigen Gleise und die richtigen Uhrzeiten und \u00fcberhaupt alles hin zu bekommen\u2026 Und ich hoffte nat\u00fcrlich auch, dass dieses erste Mal in Wirklichkeit gut gehen w\u00fcrde, denn ich hatte ne \u00dcbernachtung bei dir gebucht\u2026<br>Bei ersten Malen wei\u00df man ja immer nicht so genau ob das gut oder schlecht ist, es ist halt dann auf jeden Fall so das man durch muss, wenn man nicht am gleichen Tag noch nach Hause fahren kann\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwie hatte ich auf der Stirn stehen, sprich mich an, du kannst mir alle Probleme erz\u00e4hlen, so war mir keine Minute langweilig im Zug, ich hatte die ganze Zeit irgendein Gespr\u00e4ch\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Zug am Bahnhof einrollte, war ich so aufgeregt, dieses Gef\u00fchl als w\u00fcrde das Herz gleich aus einem raus springen wollen, da warst du\u2026 Du standst schon da und ich war schon beruhigter als ich gesehen habe, dass du wirklich da bist!<\/p>\n\n\n\n<p>Gef\u00fchlt war jeder schneller als ich aus dem Zug drau\u00dfen, Millionen Menschen, keine Ahnung wo sie alle herkamen, die alle irgendwie um dich rumliefen, ein Gewusel was es fast unm\u00f6glich machte, zu dir zu kommen, ich sah dich schon eine ganze Weile, bevor es mir gelang zu dir durchzudringen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Da war er da, dieser allererste echte Moment und diese Umarmung, irgendwie war sie eine der besonderen Umarmungen \u00fcberhaupt, es steckte so sehr viel Gef\u00fchl darin\u2026 Ich glaub man konnte das Knistern schon fast h\u00f6ren zwischen uns\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Fortsetzung folgt&#8230;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 1Das SchlummerndeGanz genau, kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Aber ich wei\u00df das mich schon als Kind Menschen im Rollstuhl unglaublich fasziniert haben und das ich einfach gar nicht wegschauen konnte und wollte! Ich glaube es ist ein Geschenk des Universums, was ich einfach mitgebracht habe, es gab daf\u00fcr nicht den Ausl\u00f6ser oder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":75,"featured_media":14211,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"only-view","format":"standard","meta":{"activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"local","activitypub_max_image_attachments":0,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[9],"class_list":["post-14850","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-thema","tag-begegnungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/users\/75"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14850"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39906,"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14850\/revisions\/39906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smartunity.space\/stories\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}